SERENITY




In den letzten Jahren veröffentlichten in schöner Regelmäßigkeit die Österreicher  SERENITY ein Power/Symphonic Metal Machwerk nach dem Nächsten. Nun ist man auch wieder mit einer neuen Scheibe „War of Ages“ am Start und hat seit neustem sogar eine Sängerin fest in seinen Reihen. Dies alles sind natürlich Grund genug  Sänger Georg Neuhauser ein paar Fragen zu stellen, was ich als Fan der Band sehr gerne tat.

J.P: Hallo Georg, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem neuen Album und zur Zukunft von SERENITY selbst beantwortest.
Für die Leute die euch noch nicht so kennen (die soll es ja geben), stell dich und die Band vielleicht doch kurz mal vor, gib uns einen kurzen Rückblick auf die Bandhistory.


G.N: SERENITY ist eine Symphonic Metal Band mit österreichischen Wurzeln. Vor ca. 10 Jahren gegründet ist die Band seit unserem Debütalbum „Words Untold & Dreams Unlived“ im Jahre 2007 etwas bekannter. Das aktuelle Lineup umfasst neben meiner Wenigkeit (lead vocals) noch Gitarrist Thomas Buchberger, Bassist Fabio D’Amore, Sängerin Clementine Delauney und Drummer Andreas Schipflinger. Neben den Alben „Fallen Sanctuary“ und „Death & Legacy“ haben wir soeben unseren aktuellen Longplayer „War Of Ages“ veröffentlicht.

J.P: Bevor wir näher auf euer neues Album eingehen, müssen wir eine wichtige Personalie abarbeiten. Ihr habt seit kurzem mit Clementine Delauney eine feste Sängerin in der Band. Warum habt ihr euch für diesen Schritt entschieden und welche Nutzen versprecht ihr euch davon?

G.N: Bereits auf „Fallen Sanctuary“ und „Death & Legacy“ haben wir Gastsängerinnen zurückgegriffen. Somit war es für uns eine logische Entwicklung irgendwann eine fixe Sängerin in die Band zu holen. Clementine haben wir während unserer Tour mit Delain kennengelernt und standen daraufhin in ständigem Kontakt. Nach unserer gemeinsamen Zeit auf diversen Tourneen war dann eben alles fix! Jetzt müssen wir nicht mehr auf Gastsängerinnen zurückkommen und vor allem auf Tour ist das von großem Vorteil. Noch dazu ist Clementine jetzt das 2. Große Aushängeschild bzw. das 2. Gesicht von SERENITY.

J.P:  Viel die Wahl sehr schnell auf Clementine? Oder hatte ihr eine Art Vorsingen, wo ich ihr euch mehrere Kandidatinnen angehört habt?

G.N: Nein, wie bereits erwähnt haben wir Clementine auf Tour kennengelernt als Sie als Support mit ihrer alten Band WHYZDOM augetreten ist. Alles Weitere hat sich eben entwickelt…

J.P: Von wann bis wann ist denn das Album genau entstanden? Die letzten Monate war es irgendwie recht still um euch und man hat auch von Liveauftritten nicht so viel mitbekommen?

G.N: Das Album ist großteils im Jahr 2012 entstanden. Songwriting, Vorproduktion, Orchestration, Aufnahmen,… Alles braucht Zeit und somit hatten wir in letzter Zeit recht wenige Live Auftritte. Jetzt mit dem Album im Rücken geht alles wieder leichter und wir sind eben auch wieder Live zu sehen.

J.P: Mit eurem letzten Album „Death & Legacy“ habt ihr ja schon eine richtige Duftmarke gesetzt und vielleicht euer bis dahin bestes Album eingespielt. Vergleich doch mal bitte das neue Werk „Ages of War“ mit dem letzten Album, worin bestehen die Unterschiede, was wolltet ihr noch besser machen?

G.N: Jedes Album ist irgendwie einzigartig und es entsteht eben in diesem Moment. Da gibt es selten bestimmte Regeln wie man etwas macht. Es war uns aber ganz wichtig, dass die Melodien wieder ganz eingängig sind, die Aufnahmen an sich noch etwas an Qualität zulegen und eben der feminine Part etwas zulegt. Viele Leute sagen, dass wir im Vergleich zum Vorgänger etwas weniger Bombast auffahren. Das finden wir eigentlich nicht, aber das dürfte auch am Mix liegen, bei dem wir mehr Fokus auf die „Band“ als auf die Orchestration gelegt haben. Das Lyrische Konzept von D&L wurde ebenso fortgesetzt und befasst sich wieder mit historischen Persönlichkeiten & Ereignissen wie Napoleon, Kaiser Nero, Die Habsburger, etc.

J.P: Man ist von euch auch immer Videos gewohnt gewesen, bislang gibt es da noch keine Aktivitäten. Dürfen wir uns auch wieder auf so etwas freuen und wenn ja welchen Song habt ihr dafür im Auge?

G.N: Natürlich gibt es auch wieder ein Video. Leider waren wir nicht in der Lage es vor Release des Albums fertigzustellen. Aber „Wings Of Madness“ sollt jetzt eigentlich schon online sein!!!

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „Ages of War“ ein. Für mich sind “Wings of Madness”, “Shining Oasis”, „Age of Glory“ und “Royal Pain” die hervorstechenden Songs, obwohl eigentlich das gesamte Album sehr stark ist! Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

G.N: "Wings Of Madness" haben wir auch für das Video gewählt und ist mehr oder weniger der gemeinsame Nenner bandintern. Es gefällt also eigentlich jedem. "Royal Pain" scheidet irgendwie die Geister – kommt aber bei den meisten „nicht ganz so brutalen Metalheads“ super an. "Age Of Glory" ist quasi DER SERENITY Song und beinhaltet alle Trademarks von bombastischen Chören bis hin zu speedy double bass, Riffs,… das volle Paket. Shining Oasis kommt eher selten in den Hörercharts vor. Wir finden den Song aber echt spitze!

J.P: Österreich entwickelt sich immer mehr zu einem Metalland. Gerade mit euch und den Labelkollegen von VISIONS OF ATLANTIS habt ihr zwei richtige Exportschlager in der Hinterhand. Wie ist denn die hiesige Metalszene so? Gibt es dort viele Auftrittsmöglichkeiten und gibt es vielleicht einen Bandgeheimtipp, der uns vielleicht in der nächsten Zeit beehren wird?

G.N: Die österreichische Szene ist einfach zu klein. Wir haben zu wenige Einwohner, zu wenige Ballungszentren. Somit ist es erstens schwierig Leute für eine Band zu finden, zweitens ist es echt schwierig Auftrittsmöglichkeiten zu erhalten. Und wenn, dann ist das eher interessant für den Start einer Band. Hat man etwas Fuß im internationalen Zirkus gefasst, macht es fast mehr Sinn in Deutschland, Niederlande, Großbritannien,… zu spielen. Nichts gegen Österreich – aber es ist nicht wirklich DAS METAL-LAND. Geheimtipp habe ich für Freunde härteren Metals --- LOST DREAMS machen ganz geile Mucke  einfach googeln!

J.P: Woher kommt eigentlich euer Hang zu historischen Themen und Geschichten? Ist das einfach ein Hobby von euch, oder habt/hattet ihr damit vielleicht beruflich zu tun?

G.N: Ich habe einen Doktor-Titel in Geschichte und habe den anderen das Thema vorgeschlagen. Auch der Rest der Band ist sehr interessiert an historischen Dingen und Themen, sodass es recht schnell zu dieser Entscheidung gekommen ist, auch in Zukunft an der Materie festzuhalten. Für mich persönlich ist es somit Berufung!

J.P: Georg wie geht es denn jetzt genau bei SERENITY weiter? Ist eine Tour in Planung? Hört man dich vielleicht auch mal bei anderen Bandprojekten, oder liegt deine Priorität eindeutig bei SERENITY?


G.N: Aktuell befinden wir uns gerade auf unserer ersten richtigen Europa-Headlining-Tour mit VISIONS OF ATLANTIS und einer neuen Band Namens SOULDRINKER. Nach dieser Tournee werden wir auch auf einzelnen Dates zu sehen sein. Evtl. auch auf einer weiteren Tournee als Support. Aber derzeit ist nicht sehr viel fixiert! Der Fokus von uns allen liegt auch weiterhin auf SERENITY, somit wird es neben eventuellen Gastauftritten nicht viel Anderes geben.

J.P: Vielen Dank Georg für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir.

G.N:  Besucht unsere Homepage www.serenity-band.com, liked uns auf Facebook und bleibt immer auf dem Laufenden! Und danke für das Interview!



Julian

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